Navigation: St-Kitts-und-Nevis.de Stand: 28.08.2016

Ihr Reiseführer nach St. Kitts!

Staatswappen von St. Kitts und Nevis Sonne. Palmen. Traumhafte Sandstrände. Weit abseits vom Massentourismus unserer Tage. Ein Geheimtipp unter den Inselgruppen im karibischen Meer. So sind St Kitts und Nevis.

Inselpost: Nachrichten aus St. Kitts und Nevis.

Hoteltipp Nevis: The Mount Nevis Hotel »
Traumpool am Meer © The Mount Nevis Hotel

1989 entstand dieses eindrucksvolle Hotel auf der Nevis’ Round Hill Estate, einer ehemaligen Zitrusplantage…

  • by 17041 days ago

St. Kitts und Nevis im Commonwealth der Nationen.

Historie
Geografie
Umwelt
Politk

Die wechselvolle Geschichte von St Kitts und Nevis begann gegen 1300 mit der Besiedelung der Inselgruppe durch die Arawak und die Kariben. Von diesen erhielten die Insel ihren ursprünglichen Namen Liamuga, was so viel bedeutet wie fruchtbare Inseln.

Im Jahr 1493 wurden die Inseln dann von Christoph Kolumbus im Zuge seiner zweiten Reise entdeckt und erhielten von ihm den heutigen Namen St Kitts, Spitzname von Christopher. Erst knappe 150 Jahre später im Jahr 1623 errichteten die Engländer unter Sir Thomas Warner mit der Kolonie St Kitts eine erste dauerhafte Siedlung auf der Inselgruppe. Von diesem Zeitpunkt an waren St Kitts und Nevis ein regelmäßiger Reibungspunkt zwischen Engländern und Franzosen, die 1625 ebenfalls eine erste Siedlung errichteten.

1629 wurde die Inselgruppe durch den spanischen Admiral Don Faderique de Toledo erobert, aber bereits zwei Jahre später kehrten Engländer und Franzosen nach St Kitts und Nevis zurück.

1666 fielen beide Inseln an Frankreich, wurden aber durch den sogenannten Frieden von Breda erneut den Engländern zugesprochen. Zusammen mit Antigua und Montserrat bildeten St Kitts und Nevis im Jahre 1674 unter dem Gouverneur William Stapleton eine Konföderation englischer Inselkolonien.

Nach weiteren Jahren einer wechselnden Herrschaft durch Engländer und Franzosen fielen Nevis und St Kitts 1783 durch den Friedensvertrag von Paris endgültig an Großbritannien und erhielten 1967 zusammen mit Anguilla den Status eines abhängigen britischen Gebietes mit voller innerer Autonomie. Nach der Ausgliederung von Anguilla 1971 wurden die Inseln St Kitts und Nevis 1983 unabhängig.

Knappe zweitausend Kilometer südlich von Miami gelegen und umgeben von den beiden Inselstaaten Antigua und Barbuda sowie den Inseln Montserrat, Sint Eustatius und Saint-Barthelemy gehört die, aus den zwei Inseln St Kitts und Nevis bestehende, Föderation St Kitts und Nevis zu der Inselgruppe der Kleinen Antillen. Innerhalb dieser Inselgruppe, die sich im Norden von den Jungferninseln bis vor die Küste Venezuelas im Süden erstreckt, werden die in der nördlichen Hälfte liegenden Inseln St Kitts und Nevis zu den sogenannten Inseln über dem Winde gezählt.

Durch einen Anstieg des Meeresspiegels am Ende der letzten Eiszeit wurde das bis dahin zusammenhängende, durch vulkanische Aktivität entstandene Gebiet, der heutigen Inseln St Kitts, Nevis, Sint Eustatius und Saba getrennt und die, nur durch einen drei Kilometer breiten Wassergraben getrennte Inselgruppe St Kitts und Nevis entstand. Der auf der Insel Nevis liegende Nevis Peak ist mit seinen 985 Höhenmetern ein stiller Zeuge dieser vulkanischen Entstehungsgeschichte.

Ihrem ursprünglichen Namen Liamuga, was so viel bedeutet wie fruchtbare Insel, machen St Kitts und Nevis noch immer alle Ehre und empfangen ihre Besucher mit grün, bewaldeten Hügeln und Bergen sowie Feldern voll von saftigem Zuckerrohr.

Die, mit einer Fläche von einhundertsechsundsiebzig Quadratkilometern, größere der beiden Inseln, St Kitts, besteht aus drei, durch zerklüftete Schluchten getrennte, Vulkangruppen. Hier findet sich auch der höchste Berg von St Kitts, der 1156 Meter hohe Mount Liamuiga. Dieser ist auch unter dem Namen Mount Misery bekannt. Die vulkanischen Krater sind von dichtem Regenwald umgeben. In höheren Lagen geht dieser in Buschwerk über, wohingegen die Ausläufer landwirtschaftlich als Zuckerrohrplantagen und Wiesen genutzt werden. Auf nicht genutzten Flächen finden sich dichte, tropische Wälder voll von exotischen Früchten. Der Insel Nevis zugewandt, erstreckt sich im Südwesten von St Kitts eine flache, von ausgezeichneten Stränden umgebene Halbinsel.

Durch einen knapp drei Kilometer breiten Kanal von St Kitts getrennt, breitet sich die Nachbarinsel Nevis mit einer Fläche von dreiundneunzig Quadratkilometern fast kreisrund um ihre höchste Erhebung, den 1090 Meter hohen Mount Nevis, flankiert von dem sogenannten Saddle Hill und Hurricane Hill, aus. Ihr Bild ist geprägt durch ausgedehnte Kokosnusshaine und kilometerlange Sandstrände, an denen sich die Wellen der türkisfarbenen See brechen.

Die Verfassung von 1983 gibt der Inselgruppe den Status einer parlamentarischen Monarchie im Commonwealth of Nations. Damit ist der britische Monarch, lokal vertreten durch seinen Generalgouverneur, Staatsoberhaupt von St Kitts und Nevis. Die Nationalversammlung besteht aus vierzehn Mitgliedern. Für jeweils fünf Jahre werden elf davon gewählt und drei vom Generalgouverneur ernannt. Die gewählten Sitze verteilen sich im Verhältnis acht zu drei auf St Kitts sowie auf Nevis. Neben dieser Nationalversammlung unterhält die Insel Nevis ein eigenes, aus acht Mitgliedern bestehendes, Parlament.

Neben der Amtssprache Englisch werden von den fast 50 000 Menschen die St Kitts und Nevis heute beherbergen und von denen Schwarze mit neunzig Prozent die größte ethnische Bevölkerungsgruppe stellen, viele kreolische Dialekte gesprochen.

Weitere Inselführer: Trinidad und Tobago | St. Maarten | St. Vincent | Grenadinen